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Musikalischer Jahresrückblick: Mashup-Germany präsentiert das Popjahr 2011 in einem einzigen Mashup-Song
Berlin, den 05. Dezember 2011 – Pünktlich zum Jahresende präsentiert Mr. Mashup-Germany (www.mashup-germany.com), einer der bekanntesten Mashup DJs und Produzenten der Welt, seinen musikalischen Rückblick auf das Jahr 2011. „Top of the Pops 2011 (What the fuck)“ vereint insgesamt 29 der erfolgreichsten Songs des Jahres. Das Mashup ist mit dem zugehörigen Videoclip am 02. Dezember auf YouTube erschienen. In drei Tagen hat es mehr als 500.000 Views erzielt und ist bereits jetzt in den Hype Machine Charts auf Platz eins.
Grundlage für die Auswahl der Songs waren die Jahrescharts der USA, Englands und Deutschlands sowie die beliebtesten Songs des Jahres aus dem Radio und im Internet. Unter den Hit-Giganten sind internationale Stars wie Adele („Rolling in the deep“), David Guetta („Without you“/„Titanium“), Bruno Mars („Grenade“), Rihanna („We found love), Jennifer Lopez („On the floor“), Jason Derulo („Don’t wanna go home“) oder Coldplay („Paradise“). Einzige Ausnahme unter den englischsprachigen Songs ist der deutschen Beitrag „Dezibel“ von Mono & Nikitaman, der Mashup-Germany persönlich am Herzen liegt. Zwar wird „Dezibel“ als Single erst noch erscheinen, verleiht aber schon jetzt dem sonst internationalen Mega-Mashup eine besondere deutsche Note.
Den Grundgedanken hinter den „Top of the Pops“-Tracks, der Mashup-Germany bereits im letzten Jahr zu „Too Many Earworms“ veranlasst hat, erläutert Mashup-Germany so: „2010 war bereits das Jahr der Pop-Einheitssuppe, aber in diesem Jahr sind die Ähnlichkeiten bei den erfolgreichsten Hits des Jahres größer als je zuvor. Deshalb war es auch fast ein Kinderspiel für mich, die 29 Songs zu einem einzigen Mashup verschmelzen zu lassen. Ich hoffe aber sehr, dass 2012 eine größere musikalische Bandbreite auf den Spitzenplätzen vorweisen wird“, so Musikliebhaber Mashup-Germany.
Mashup-Germany führt den Grund für den musikalischen Einheitsbrei auf die allgemeine Weltlage zurück. Auf der einen Seite hat die Welt dieses Jahr Revolutionen, Naturkatastrophen und Finanzkrisen erlebt und auf der anderen Seite konsumiert sie in Massen den Einheitssound der Top Produzenten. In turbulenten Zeiten sehen sich die Menschen offenbar besonders nach Harmonie. Musikalisch werden eingängige Melodien mit plakativen Texten bevorzugt. „Top of the Pops 2011 (What The Fuck)“ soll zeigen, wie ähnlich sich einerseits die erfolgreichen Songs des letzten Jahres sind, aber andererseits auch, was man Neues daraus kreieren kann.
Über Mashup-Germany: Mashup-Germany (www.mashup-germany.com) ist einer der beliebtesten Mashup-Künstler der Welt. Seine Bekanntheit verdankt er vor allem dem Internet, über das er seit September 2008 seine Musik kostenlos verbreitet. Inzwischen sind insgesamt fünf Alben, ein Best-Of-Album sowie zahlreiche Single-Mashups erschienen. Auf YouTube wurden die dazugehörigen Videos schon über 15 Millionen mal angeklickt. „Germany’s most wanted mashup artist“ zieht aktuell mit seiner „Mash Mob Tour“ durch die Clubs und hat allein dieses Jahr von Rio de Janeiro über San Francisco bis Moskau und Berlin über 150.000 Menschen live erreicht. Bei seinen Produktionen und Livesets spielt er stets mit musikalischer Identität, wobei die Verbindung unterschiedlicher Genres und musikalischer Epochen dabei im Vordergrund stehen.
Berlin, 29. September 2011: „Alte Idee + populäres Branding = Superhit“ scheint die Erfolgsformel der Musikindustrie zu lauten. Beim Blick auf die US-amerikanischen wie deutschen Charts der letzten beiden Jahre fällt auf, dass etwa 30 Prozent der Songs Mashup-Elemente enthalten, Tendenz steigend. Ein offenes Bekenntnis gegenüber der Mashupszene gibt es in der Musikindustrie allerdings nicht. Ganz im Gegenteil: Dort nutzt man das Mashupprinzip einerseits als ökonomisches Instrument, um es andererseits mit Abmahnungen und Unterlassungserklärungen vehement zu bekämpfen. Wo nun die Unterschiede zwischen kommerzialisiertem und dem ‚wahren‘ Bastardpop liegen und welche Hintergründe die Adaption des Mashup-Prinzips im Mainstream hat, erklärt DJ und Produzent Mashup-Germany (www.mashup-germany.de).
Im digitalen Zeitalter funktioniert das alte Geschäftsmodell der Musikindustrie nicht mehr, wenn ein Künstler nur alle paar Jahre ein Album veröffentlicht. Insofern ist es naheliegend, alte Samples, Songs, Beats und Melodien mit einem anderen Branding zu versehen, mit einem zeitgemäßen Soundkonstrukt auszustatten und neu zu vermarkten. Damit kann die Musikindustrie zu einem geringen Aufwand ihren Umsatz erhöhen und mit Hilfe des Bastardpop eine Vielzahl erfolgreicher Songs produzieren. Künstler wie die Black Eyed Peas oder Jason Derulo veröffentlichen so regelmäßig Mashupsingles: Die brandneue Single von Jason Derulo „Fight for you“ greift zum Beispiel den Klassiker „Africa“ von der Band Toto auf und mixt ihn mit neuen Elementen – fertig ist der Superhit. Auch Jennifer Lopez vertraut der Mashup-Hitgarantie: Bei „On the floor“ wurde der Klassiker „Lambada“ verarbeitet. Der Song stürmte in Windeseile die deutschen wie internationalen Charts. Scooter springen ebenfalls auf den Mashup-Zug auf und nennen ihr aktuelles Album „The Big Mashup“. Mit wahrem Bastardpop haben die Songs allerdings nicht viel zu tun.
„Mashup ist kein Genre, Mashups sind vielmehr ein Werkzeug, Musik zu inszenieren und in anderem Gewand neu zu entdecken. Auch wenn wir unsere Songs kostenlos über das Netz vertreiben, so profitieren die Produzenten der Originale dennoch: Sie erreichen eine neue Zielgruppe und erleben gewissermaßen ein Revival“, so Mashup-Germanys These. Viele Künstler wissen das zu schätzen und unterstützen die nicht kommerziellen Mashups durch regelmäßige Posts und Erwähnungen in sozialen Netzwerken. Mashup-Germany führt das auch auf den ironischen Ansatz der Mashup-Szene zurück: „Wir parodieren den Mainstream, das ist ein neuer Aspekt, der vielen Musikern gefällt. Bei der Vermarktung von Mashups bleibt das allerdings gänzlich auf der Strecke. Was im Mainstream derzeit passiert, bewirkt genau das Gegenteil und endet in einem musikalischen Einheitsbrei und Massenproduktionen, die alle nach dem gleichen Muster gestrickt sind.
Mashup-Germany lässt sich dennoch nicht entmutigen und kämpft weiter für den freien Umgang mit Musik. Seine musikalischen Kreationen werden auch weiterhin ihren Weg durch das Internet zu den wahren Mashup-Fans finden und ihnen viele bekannte Songs erneut ins Gedächtnis rufen.
Berlin, 28. Juni 2011 – Bekannte Songs zerlegen, vermischen und neu zusammensetzen – mit diesem musikalischen Erfolgsrezept erfreut Europas bekanntester Mashup-Produzent und -DJ Mashup-Germany (www.mashup-germany.de) seine stetig wachsende Fangemeinde. Mit der Veröffentlichung seiner musikalischen Kreationen verstößt er jedoch genau genommen gegen das deutsche Urheberrecht, welches die unerlaubte Weiterverwertung von geistigem Eigentum anderer verbietet. Dieses steht allerdings im Widerspruch zu den Nutzungsgewohnheiten von Musikfans im digitalen Zeitalter, die ihre Lieblingstracks nicht mehr nur konsumieren, sondern auch verändern und mit ihrem sozialen Umfeld teilen möchten.
Aus diesem Grund fordert Mashup-Germany einen radikalen Neuansatz beim Urheberrecht für mehr künstlerische Vielfalt. Nun gibt er einen Überblick über die Schwierigkeiten der rechtlichen Lage, erste Lösungsansätze und darüber, welche Rolle Mashups in der Diskussion spielen:
Welche Probleme bringt das deutsche Urheberrecht im Musikbereich mit sich?
Es ist schlichtweg nicht mehr zeitgemäß und sowohl für Konsumenten als auch für Produzenten mehr als suboptimal. Konsumenten bewegen sich ständig im Bereich des Illegalen, zum Beispiel beim Downloaden von Musik oder auf YouTube. Das betrifft vor allem transformative Werke, also neue Werke, die aus bereits bestehenden erstellt werden. Streng genommen verletzt sogar jedes zweite YouTube Video das Urheberrecht. Das Absurde daran ist, dass eine rechtliche Verfolgung dieser millionenfachen Rechtsverstöße sowieso keinen Sinn macht. Aus diesem Grund brauchen wir unbedingt eine Legalisierung von privater, nicht kommerzieller Medienproduktion.
Warum wird die rechtliche Lage dann nicht den neuen Gegebenheiten angepasst?
Weil es niemanden mit politischem Einfluss gibt, der ein Interesse an einer Anpassung hat. Um einen Konsens über die Neudefinition von geistigem Eigentum zu erzielen, müsste zunächst einmal eine gesellschaftliche Diskussion entstehen, die von den Eliten dieses Landes aus Politik, Musik, Kunst & Kultur angeführt wird. Für die Eliten besteht aber bisher wenig Notwendigkeit, sich mit der Problematik auseinanderzusetzen, da vonseiten der Industrie kein Druck kommt. Nach wie vor profitieren die großen Labels und die Verwertungsgesellschaften von der aktuellen Rechtslage. Den freien Künstlern und kleinen Labels hingegen fehlt es schlichtweg an der Lobby. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass die Stimme der jungen Generation, der Digital Natives, immer lauter werden wird. Diese Generation wird in die verantwortungsvollen Positionen hineinwachsen und dann etwas verändern.
Welche Rolle spielen Mashups in der Diskussion?
Mashups sind als transformative Werke zum einen ein Beispiel dafür, weshalb man eine Neudefinition von geistigem Eigentum braucht und zum anderen stellen sie eine Provokation an das bestehende System dar. Der Erfolg und das rasante Wachstum der Mashup-Bewegung zeigen, dass der Versuch der Musikindustrie, das Internet zu überwachen, auf Dauer wenig Erfolg hat. Mit unserer Musik wollen wir viele Leute erreichen und auf die schwierige Rechtslage aufmerksam machen.
Mit welchen Modellen könnte man der rechtlichen Schieflage Abhilfe schaffen?
Ich bin seit Jahren ein großer Befürworter der Kulturflatrate. Die Kulturflatrate sieht eine staatlich geregelte Pauschalabgabe vor, die je nach Konsum der digitalen Inhalte anteilig an die Rechteinhaber verteilt wird. Nicht die Rechteverwerter und ihre Abmahnindustrie, sondern die Künstler selbst würden für ihre Werke belohnt und entsprechend entlohnt werden. Dennoch glaube ich, dass es in absehbarer Zeit keine politische Mehrheit für eine Kulturflatrate und den damit verbundenen Systemwechsel geben wird. Deswegen bin ich dafür, zunächst den Konsum von urheberrechtlich geschütztem Material zu entkriminalisieren. Es kann nicht sein, dass dutzende Anwaltskanzleien nur davon leben, Teenager und ihre Eltern wegen des Downloads eines Songs abzumahnen. Genau diese Teenager erzählen ihren Freunden von den Songs und gehen auf die Konzerte ihrer Lieblingskünstler. Somit bekämpft die Musikindustrie ihre eigene Zielgruppe anstatt auf ihre Interessen einzugehen und verringert damit ihre zukünftigen Marktchancen.
Wo genau liegen die Schwierigkeiten einer Kulturflatrate?
Einer der größten Kritikpunkte an der Kulturflatrate, ist die Frage nach den Auswahlkriterien für einen Verteilungsschlüssel, nach dem die Urheber zukünftig entlohnt würden. Man müsste sicherstellen, dass dieser Schlüssel wirklich repräsentativ ist und zudem in staatlicher Kontrolle liegt. Gleichzeitig wird genau an dieser staatlichen Kontrolle auch Kritik geübt. Es gibt jedenfalls schon einige Modelle für die Kulturflatrate, aber keines von ihnen ließe sich derzeit rechtssicher einführen. Zudem würde eine nationale Einführung wenig Sinn machen. Das Internet hat die nationalen Grenzen auch beim Thema Urheberrecht aufgelöst. Eine Lösung ist nur auf europäischer, wenn nicht sogar globaler Ebene zu erzielen.
Ein Fazit bitte: Wo wird die Reise der Musikwirtschaft hingehen?
Wie die Mashup-Bewegung werden innerhalb des Musikgeschäfts immer mehr Strömungen entstehen, welche die öffentliche Debatte anheizen werden. Je größer die Bewegung von unten wird, desto unausweichlicher wird das radikale Umdenken auf gesetzlicher Ebene. Spätestens wenn der Download ausstirbt und der Trend weiterhin in Richtung Streaming geht, wird sich auch die Industrie dem Thema nicht mehr entziehen können, zumindest, wenn sie plant, an den Gewinnen beteiligt zu sein. Schon jetzt gibt es mit Napster oder Soundcloud Modelle, die den Interessen der Nutzer entgegen kommen und an denen auch die Künstler gut verdienen. In einem mehrstufigen Prozess werden wir dann auf lange Frist zu einer ausgereiften Lösung für die Kulturflatrate kommen. Bis das soweit ist, werde ich mit meiner Musik weiterhin für eine offene Diskussion des Urheberrechts kämpfen und vorführen, dass es viele Wege gibt, mit Kunst erfolgreich zu sein.
Berlin, den 31. März 2011 – Seit gestern Abend ist Mashup-Germanys (www.mashup-germany.com) neues Album MASH MOB zum freien Download im Internet erhältlich (Auf seinem fünften Album präsentiert „Germany’s most clicked Mashup Artist“ der Internetgemeinde 34 Tracks, die untereinander genauso verschieden sind, wie die verwendeten Songs. Mit MASH MOB setzt Mashup-Germany nach der Sperrung seines Youtube-Kontos im Januar erneut ein Zeichen und zeigt, dass sich Ideenvielfalt und freie Gedanken durch keine Plattenfirma der Welt aufhalten lassen.
„Noch vor wenigen Jahren waren Mashups in Deutschland so bekannt wie Clueso in China“, so Mashup-Germany, „doch inzwischen ist aus der einst kleinen Szene eine regelrechte Bewegung geworden, die sich für freien und kreativen Umgang mit Musik begeistert und einsetzt. Der MASH MOB wächst und seine Stimme wird lauter.“ Daran, wie Freiheit in seinen Ohren klingt, lässt der DJ- und Produzent auch bei seinem neuen Album keinen Zweifel: 200 Songs erleben auf MASH MOB ein Revival: Zerlegt, vermischt und neu zusammen gesetzt, klingen sie völlig anders als im Original – und doch irgendwie bekannt. Gleich im Intro trifft die Titelmusik von A-Team auf die Mario Brothers, Fatboy Slim und Major Lazer. Die Herausforderung, scheinbar Unvereinbares zusammen zu bringen und das auch gut klingen zu lassen, zieht sich als Anspruch durch das gesamte Album. Neben brandneuen Produktionen und bereits in den letzten Monaten veröffentlichten Bootlegs, beinhaltet Mashup-Germanys fünfter Streich auch prominente Gastauftritte, zum Beispiel von Paul Panzer, Jamaram und Mono & Nikitaman.
Den MASH MOB im Gepäck tourt Mashup-Germany auch dieses Jahr wieder durch Clubs und Diskotheken. Zunächst präsentiert er das Album exklusiv in Brasilien und führt ihn dort unter anderem nach Sao Paul und Rio de Janeiro. Die Fans in heimischen Gefilden erhalten aber mit dem MASH MOB Promo Mix (www.mashup-germany.com/2011/mashmob) schon einen feinen Vorgeschmack auf die nächste Mashup Party.
Frischer Wind weht nicht nur in der Plattenkiste sondern auch im Merchandise Store (www.mashup-germany.spreadshirt.de): passend zum neuen Mash Mob Design, gibt es T-Shirts, Tassen und mehr. Der Erlös der Verkäufe wird wie bisher an den Verein Vezuthando zeigt Liebe e.V. (www.vezuthando.de) gespendet, der lokale Initiativen in Südafrika unterstützt und interkulturellen Austausch fördert.
Wie das Vorgängeralbum RECYCLING REVOLUTION, das inzwischen über 300.000 Downloads verzeichnet, wird MASH MOB in rasantem Tempo den Weg durchs Internet in Wohnzimmer und auf Tanzflächen finden. Damit lautet die Botschaft an die Musikindustrie ohne Zweifel: „Get ready to be part of the mash mob!“
Berlin, den 26. Januar 2011 – Das Jahr 2011 beginnt für Europas bekanntesten Mashup-DJ Mashup-Germany (www.mashup-germany.com), der auch unter dem Namen BenStilller bekannt ist, mit nicht allzu rosigen Neuigkeiten. Aufgrund von Urheberrechtsbeanstandungen, unter anderem von der Warner Music Group, wurde sein mit über 10 Millionen Klicks begehrter YouTube-Channel namens „BenStilller“ von einem auf den anderen Tag gelöscht.
Rein rechtlich gesehen, befinden sich Mashups im Graubereich. So werden Songs, die urheberrechtlich geschützt sind, ohne Genehmigung des Lizenzinhabers verwendet. Da dies jedoch auf einer nicht kommerziellen Ebene stattfindet, wird es von den meisten Künstlern toleriert. Trotz der sich mittlerweile global durchziehenden digitalen Revolution in der Musikindustrie, gehen die großen Plattenfirmen weiterhin restriktiv mit Songrechten um und erkennen nicht, dass Mashup-Künstler mit ihren Kreationen auch wieder ältere Songs zum Leben erwecken, den Künstlern damit ein größeres Publikum verschaffen und ebenso unbekannte Bands promoten.
„Das deutsche Urheberrecht bedarf dringend einer Novellierung, die das Weiterverarbeiten urheberrechtlich geschützter Musik nicht mehr unter Strafe stellt“, so der seit 2008 in der Mashup-Szene etablierte DJ Mashup-Germany (www.mashup-germany.de). „Bislang wird eine ganze Generation durch die bestehenden Gesetze kriminalisiert, obwohl niemand einen ökonomischen Schaden durch die Bootlegszene hat.“
Dabei zeigen viele einzelne Künstler, dass es auch anders geht und Mashups ein einzigartiges Instrument sind, ein neues Publikum zu gewinnen. Einige versorgen die bekanntesten Mashup-Produzenten mit den Studiospuren, bevor ein Track überhaupt erschienen ist. Andere organisieren Remix Contests. Jimmy Eat World oder Jan Delay haben sogar schon Mashups von Mashup-Germany über ihre Webseiten promotet.
„Wir sind da am Beginn einer spannenden Entwicklung, die in absehbarer Zeit die gesamte Musikbranche verändern wird,“ führt Mashup-Germany weiter aus. „Es muss endlich erkannt werden, dass sich der Musikkonsum endgültig gewandelt hat. Es geht nicht mehr um physischen Besitz, sondern um Verfügbarkeit, welche sich eben über Plattformen wie YouTube & Co. abspielt. Musiker verdienen ihr Geld nicht MIT der Musik, sondern ÜBER die Musik als ihr Werbemedium. Die Warner Music Group verfolgt beispielsweise seit einiger Zeit eine Strategie, die den größten Imageschaden seit Bestehen des Unternehmens mit sich brachte, weil sie eben diesen Wandel nicht akzeptieren will. Ob das im Interesse der Künstler und der gesamten Branche ist, möchte ich stark bezweifeln.“